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SAIMA MAHMOOD 


* 01.07.1978 in Pakistan  

Saima kommt aus einer wohlhabenden und gebildeten Familie in Pakistan. Ihre Mutter war Lehrerin, ihr Vater Unternehmer. Sie wuchs in einem Akademikerhaushalt auf und genoss eine gute schulische Ausbildung. 

Ihr fehlte es an Nichts.

Saima schloss mit 19 Jahren Ihren Bachelor in Sozialarbeit ab, um gleich im Anschluss ihre an Krebs erkrankte Mutter zu pflegen. 

Nach deren Tod änderte sich auch schlagartig das Leben der Tochter. 

Ihr Vater, selbst verzweifelt über den Tod der Ehefrau, beschloss einem Freund dessen Sohn in Deutschland lebte und eine Ehefrau suchte, zu helfen. Er verheiratete Saima mit einem Fremden und war sich der fatalen Folgen nicht bewusst. Dieser Schritt würde Saimas Leben für immer verändern. 

Die selbstbewusste und kluge Frau kam in Ludwigshafen am Rhein an und somit in eine absolut toxische und missbräuchliche Ehe, dessen Martyrium 22 Jahre lang anhielt. 

„Alles war fremd und hier war immer Herbst.“

Sie erlebte eine totale Isolation, durfte weder Deutsch lernen, noch Kontakte knüpfen. Sie bekam vier Kinder, die ihr einziger Blick in die Außenwelt bleiben sollten. 

Aber irgendwann wurde ihr klar, dass sie sich aus der Ehe befreien musste und ihr Mann, vor dem sie sich so lange fürchtete, kein Eisberg war. „Er war nur eine im Wasser treibende Plastiktüte, gefüllt mit Luft“. 

So setzte sie sich schließlich durch, belegte einen Deutschkurs, lernte innerhalb kürzester Zeit Deutsch, fand einen Arbeitsplatz bei der Stadt Ludwigshafen in der Verwaltung und ist heute Projektleiterin. 

Sie lebt mittlerweile getrennt von ihrem Exmann und sagt über die Stadt in der sie lebt: „Es ist mittlerweile nicht mehr nur Ludwigshafen, es ist mein Heimathafen“. 

Saima geht selbstbewusst mit kleinen aber zügigen Schritten in ihr neues selbstbestimmtes Leben und feiert jeden Moment der Sichtbarkeit. Endlich wird sie gesehen und kann etwas bewirken. 

Sie sagt, dass sie gerne in die Politik gehen würde.  Und ich bleibe nach dem Gespräch zutiefst beeindruckt zurück.

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